Ursprung und Geschichte
Der Schaumwein der Champagne entwickelte sich von einem regionalen Weinbauzufall zum weltweit renommiertesten Festgetränk. Dem Benediktinermönch Dom Pérignon wird oft die Verfeinerung der Methode im 17. Jahrhundert zugeschrieben. Die großen Champagnerhäuser – Moët & Chandon, Veuve Clicquot, Krug – bauten im 19. Jahrhundert globale Imperien auf. Heute definiert eine wachsende Winzer-Erzeuger-Bewegung (récoltants-manipulants) die Region neu.
Terroir und Klima
Die Champagne liegt an der nördlichen Grenze des Weinbaus, wo kühle Temperaturen die für Schaumwein essentielle Säure bewahren. Die Kreideunterböden, insbesondere die Cretaceous Belemnite-Kreide der Côte des Blancs, bieten außergewöhnliche Drainage und ein mineralisches Rückgrat. Die Montagne de Reims bietet südseitige Hänge, ideal für Pinot Noir. Die Jahrgangsschwankung ist extrem, was die nichtjahrgangsmäßige Assemblage zur Notwendigkeit und den Jahrgangs-Champagner zum seltenen Schatz macht.
Wichtige Appellationen
Die Montagne de Reims ist für Pinot Noir bekannt und produziert kraftvolle, strukturierte Weine. Die Côte des Blancs, die sich südlich von Épernay erstreckt, ist Chardonnay-Land und Heimat der Grand-Cru-Dörfer Le Mesnil-sur-Oger und Avize. Das Vallée de la Marne ist die Hochburg des Pinot Meunier. Die Aube (Côte des Bar) im Süden liefert reifen, fruchtigen Pinot Noir.
Bedeutende Weine
- Krug Grande Cuvée — Multijahrgangsverschnitt auf seinem Höhepunkt
- Dom Pérignon — der ikonische Jahrgangs-Champagner
- Salon Le Mesnil — Blanc-de-Blancs-Perfektion, nur in großen Jahren produziert
- Jacques Selosse — Winzer-Champagner, der den großen Häusern ebenbürtig ist