Was ist Trockenfeldbau?
Trockenfeldbau (Dry Farming) ist die Praxis, Reben ohne künstliche Bewässerung anzubauen, ausschließlich abhängig von natürlichen Niederschlägen und der Bodenfeuchtigkeit. Diese Technik zwingt die Wurzeln, in die Tiefe zu wachsen, um an Wasserreserven zu gelangen, die dem Wein Charakter und Mineralität verleihen.
Vorteile des Trockenfeldbaus
Trocken kultivierte Reben entwickeln tiefe Wurzelsysteme, die sie eng mit dem Terroir verbinden. Die Erträge sind natürlich niedrig und erzeugen konzentriertere Trauben. Befürworter argumentieren, dass die resultierenden Weine Boden und Klima ihres Ursprungs authentischer zum Ausdruck bringen.
Trockenfeldbau weltweit
Der Trockenfeldbau ist in vielen Regionen obligatorisch oder traditionell: in weiten Teilen Europas (Bordeaux, Burgund, Rioja, Toskana), wo die Bewässerung historisch verboten oder unnötig war. In der Neuen Welt übernehmen bewusste Erzeuger in Kalifornien, Chile und Australien den Trockenfeldbau, wo die Bedingungen es erlauben — auf der Suche nach Weinen mit größerer territorialer Identität.