Was sind Alte Reben?
Alte Reben (französisch vieilles vignes) sind Rebstöcke fortgeschrittenen Alters, in der Regel über 35–50 Jahre, obwohl es keine allgemeingültige gesetzliche Definition gibt. Mit dem Alter sinkt der Ertrag natürlich, und die Trauben werden konzentrierter und komplexer. Die tiefen Wurzeln erreichen Bodenschichten, die jungen Reben unzugänglich sind.
Weineigenschaften
Weine von alten Reben zeigen in der Regel größere Konzentration, Tiefe und Komplexität. Die Beeren sind kleiner mit einem höheren Verhältnis von Schale zu Fruchtfleisch, was Farbe, Tannine und Aromen intensiviert. Viele Erzeuger sind überzeugt, dass alte Reben das Terroir am authentischsten zum Ausdruck bringen.
Hundertjährige Reben
Einige Reben überschreiten 100 Jahre, besonders in Australien (Barossa Valley mit Shiraz und Grenache), Spanien (Garnacha in Aragón und Calatayud) und Teilen Kaliforniens (Zinfandel). Diese Reben sind Schätze des Weinbaus und erzeugen winzige Mengen Wein von außergewöhnlicher Komplexität.