Ursprung und Geschichte
Spanische Missionare brachten im 16. Jahrhundert Reben nach Mendoza, doch die moderne Weinindustrie formte sich Ende des 19. Jahrhunderts mit der italienischen und spanischen Einwanderung. Malbec, der in seiner französischen Heimat weitgehend verschwunden war, fand in Mendozas Hochlagen-Weinbergen eine zweite Heimat. Das 21. Jahrhundert erlebte eine Qualitätsexplosion, mit Produzenten wie Catena Zapata, die demonstrierten, dass argentinischer Malbec neben den weltbesten Rotweinen bestehen kann.
Terroir und Klima
Mendozas extremes kontinentales Wüstenklima erhält weniger als 200 mm jährlichen Niederschlag, was die Bewässerung mit Andenschmelzwasser unerlässlich macht. Große Höhe (800–1.500 m) sorgt für intensive UV-Strahlung, die die Traubenschalen verdickt und tieffarbige Weine mit kraftvollen Tanninen und Antioxidantien produziert. Diurnale Temperaturschwankungen von 20 °C oder mehr bewahren die Säure. Alluviale Böden aus Sand, Kies und Ton variieren erheblich zwischen den Teilregionen.
Wichtige Appellationen
Luján de Cuyo, das traditionelle Herzstück, produziert klassischen, strukturierten Malbec aus älteren Weinbergen auf 900 bis 1.100 m. Das Uco Valley, weiter südlich und höher (1.000–1.500 m), hat sich als Premiumfrontier etabliert, wobei Gualtallary, Altamira und Vista Flores Weine von außergewöhnlicher Finesse und Mineralität produzieren. Maipú bietet wärmere Bedingungen für reiche, reife Stile. Das östliche Mendoza produziert Großmengenweine für den Alltagsgenuss.
Bedeutende Weine
- Catena Zapata Adrianna Vineyard Malbec — Hochlagen-Ikone, Gualtallary-Perfektion
- Achaval-Ferrer Finca Altamira — Einzellage-Malbec von außerordentlicher Reinheit
- Viña Cobos Cobos Malbec — Paul Hobbs' argentinisches Meisterwerk
- Zuccardi Finca Piedra Infinita (Altamira) — terroir-getriebener, mineralischer Malbec