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Winemaking

Ausbau im Eichenfass

Der Ausbau im Eichenfass verleiht aromatische Komplexität (Vanille, Toast, Gewürze, Kokos), verbessert die Textur und ermöglicht eine kontrollierte Mikro-Oxidation, die Tannine geschmeidiger macht. Die Wahl zwischen französischer und amerikanischer Eiche prägt den Weinstil tiefgreifend.

Französische und amerikanische Eiche

Französische Eiche mit feiner Maserung bringt subtile Einflüsse: elegante Gewürze, Zeder und seidige Tannine. Amerikanische Eiche mit gröberer Maserung vermittelt kräftigere Aromen von Vanille, Kokosnuss und Dill. Ungarische und slawonische Eichen bieten Nuancen zwischen beiden Profilen.

Neue und gebrauchte Fässer

Ein neues Fass überträgt das Maximum an Geschmack und Tannin. Nach drei bis vier Verwendungen wird es als neutral betrachtet: Es ermöglicht weiterhin Mikrooxygenierung, trägt aber kaum noch Aromen bei. Viele Winzer kombinieren neue und gebrauchte Fässer, um Ausgewogenheit zu erzielen.

Fassgröße

Das Standard-Bordeaux-Barrique (225 Liter) hat ein hohes Oberflächen-Volumen-Verhältnis, das den Eicheneinfluss verstärkt. Größere Gefäße wie Demi-Muids (500 L) oder Foudres (über 1.000 L) bringen weniger Holzcharakter ein und betonen die Frucht des Weines.