Was ist ein Rebsortenwein?
Ein Rebsortenwein wird vorwiegend aus einer einzigen Rebsorte erzeugt und auf dem Etikett mit deren Namen gekennzeichnet. In vielen Ländern schreibt das Gesetz einen Mindestanteil von 75–85 % der angegebenen Sorte vor. Dieses Etikettierungssystem etablierte sich in der Neuen Welt als Alternative zu den europäischen Herkunftsbezeichnungen.
Rebsortenwein vs. Verschnitt
Der rebsortenreine Ansatz hebt die Eigenschaften einer bestimmten Traube hervor: die Kirsche des Pinot Noir, die Cassis des Cabernet Sauvignon, die Zitrus des Sauvignon Blanc. Verschnitte suchen Komplexität durch die Kombination ergänzender Sorten, wie bei den Bordelaiser Cuvées oder den GSM-Weinen der Rhône.
Einfluss auf den Markt
Das Rebsortensystem erleichterte neuen Konsumenten den Zugang zum Wein. Kalifornien, Australien, Chile und Argentinien trieben diese Tendenz voran. Heute geben selbst traditionelle europäische Regionen die Rebsorte auf dem Etikett an, um auf internationalen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben.