Was bedeutet AOC/AOP?
AOC (Appellation d'Origine Contrôlée) ist das 1935 geschaffene französische Herkunftsbezeichnungssystem. Seit 2012 wurde es an die EU-Norm als AOP (Appellation d'Origine Protégée) angeglichen. Beide Bezeichnungen garantieren, dass der Wein in einem abgegrenzten Gebiet nach strengen Vorschriften erzeugt wurde.
Anforderungen der AOC
Jede AOC definiert die zugelassenen Rebsorten, die Höchsterträge pro Hektar, den Mindestalkoholgehalt, die erlaubten Anbau- und Vinifikationstechniken sowie das genaue geografische Gebiet. Verkostungskommissionen bewerten die Weine auf ihre Typizität. Frankreich zählt über 360 Wein-AOC.
Hierarchie und Qualität
Das System reicht von breiten Regionalbezeichnungen (Bourgogne, Bordeaux) über Gemeindeappellationen (Gevrey-Chambertin, Pauillac) bis zu Einzellagen (Grand Cru, Premier Cru). Mit zunehmender geografischer Spezifität steigen die Anforderungen und in der Regel auch Qualität und Preis.