Skip to content
Winemaking

Vendange (Weinlese)

Die Vendange (Weinlese) ist der entscheidendste Moment des Weinjahres. Sie bestimmt die Weinqualität durch den präzisen Zeitpunkt, an dem Zucker, Säure und phenolische Reife ein optimales Gleichgewicht erreichen. Vendange tardive (Spätlese) ergibt konzentrierte, oft süße Weine.

Was ist die Weinlese?

Die Vendange (Weinlese) ist die Traubenernte, der Höhepunkt des Vegetationszyklus. Der Winzer bestimmt den optimalen Zeitpunkt anhand der Zuckerreife, der Säure, der phenolischen Tannine und des Aromaprofils der Trauben. Eine frühe Lese bewahrt die Frische, eine späte steigert Konzentration und Reife.

Handlese und maschinelle Ernte

Die Handlese ermöglicht die Selektion der Trauben einzeln, wobei beschädigtes Lesegut aussortiert wird. Sie ist in der Champagne und für bestimmte Spitzenweine obligatorisch. Die maschinelle Ernte ist schneller und wirtschaftlicher, ideal für große Flächen. Moderne Maschinen haben ihre Präzision und Schonsamkeit erheblich verbessert.

Besondere Lesearten

Die Spätlese (Vendange Tardive) lässt die Trauben bis zur hohen Zuckerkonzentration reifen — ideal für Süßweine. Die Nachtlese, in warmen Klimazonen praktiziert, bewahrt die aromatische Frische durch Ernte bei niedrigen Temperaturen. Die manuelle Selektion (Tri) trennt botrytiisierte Beeren bei der Herstellung von Sauternes.