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Winemaking

Qvevri

Der Qvevri ist ein großes traditionelles georgisches Tongefäß, das im Boden vergraben wird und zur Gärung und Reifung von Wein dient. Als UNESCO-Weltkulturerbe steht er im Mittelpunkt der ältesten Weinbaumethode der Welt.

Was ist ein Qvevri?

Der Qvevri (auch Kvevri) ist ein Tongefäß georgischen Ursprungs, das seit über 8.000 Jahren zum Vergären und Ausbauen von Wein verwendet wird. Er wird bis zum Hals in den Boden eingegraben, was eine natürlich konstante Temperatur gewährleistet. Sein Inneres wird mit Bienenwachs überzogen, um ihn wasserdicht zu machen.

Vinifikation im Qvevri

Die Trauben werden mitsamt Schalen und manchmal Stielen in den Qvevri gegeben, wo sie wochen- oder monatelang vergären und mazerieren. Das Ergebnis sind die berühmten Maischekontakt-Weine (Amber Wines oder Orange Wines) Georgiens. Nach der Gärung wird der Qvevri versiegelt und der Wein ruht bis zu 6 Monate, bevor er abgestochen wird.

Kulturerbe und Verbreitung

2013 hat die UNESCO die Weinbereitung im Qvevri als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Erzeuger in Italien (Gravner, Radikon), Slowenien, Frankreich, Spanien und der Neuen Welt haben diese Methode übernommen. Georgische Qvevris aus Kachetien sind die begehrtesten, mit Fassungsvermögen von 200 bis 3.000 Litern.